Nummer 17, Juni 2002

Editorial
Eine Sturmfront und drei Doppelsiege
Das zweite große Problem wächst
Trocken bleiben!
Ein großzügiger Nachmittag
Abenteuer Israel
Was einen Verein so ausmacht
Unsere neuen Mitglieder
Termine


Liebe Leserin, liebe Leser,

es hat mal wieder etwas länger als geplant gedauert, bis eine neue Ausgabe des Verklickers beisammen war. Nicht nur, dass eigene berufliche Veränderungen die Freizeit einschränken, es kamen auch nur schleppend Ideen, wie die Seiten wohl zu füttern wären.
Grund genug, einmal Jürgen Rinne zu danken, der nun schon seit einigen Jahren regelmäßig über die Törns mit seiner Frau Ingrid und der Hellberg-Rassy „Antares“ berichtet. Die Tagebücher, mit vielen Details gespickt, sind ein wertvoller Grundstock unserer Zeitung und fast so etwas wie ein Fortsetzungsroman geworden.
Das Ausweichen auf andere Reviere wird auch mancher Segler langsam im Hinterkopf durchdenken - nach den ersten Wochen der Saison zeigt sich, dass die Wasserpflanzen im Steinhuder Meer eine ernsthafte und schnell wachsende Bedrohung des Nutzwertes sind. Verantwortliche und Nutzer sind aufgerufen, schnell nach einer Lösung zu suchen.

Der Herausgeber
 

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REGATTA / Silberne Seerose mit klaren Gewinnern
Eine Sturmfront und drei Doppelsiege

(sok). In allen drei Klassen hat es bei der Silbernen Seerose am 27. und 28. April klare Sieger gegeben. Bevor diese ermittelt werden konnten, hatten die Segler jedoch einiges durchzustehen. Die erste Sturmböe wartete die Regattaleitung am Sonnabend ab, die zweite traf das Feld aber voll. Die Begleitboote hatten viel zu tun, für den ersten Tag wurde keine Wettfahrt mehr angesetzt.
Die zahlreichen Kenterungen brachten der Regattaleitung um Gerhard Spitta in der Presse Kritik ein. Festzuhalten bleibt jedoch, dass sich trotz einiger Schäden von den Seglern niemand bei der Regattaleitung beschwert hat. Gerade bei so unterschiedlichen Klassen wie O-Jolle und Laser steht die Regattaleitung immer in dem Zwiespalt, die zum Teil weit angereisten Segler möglichst starten zu lassen, andererseits aber für die nötige Sicherheit zu sorgen.
Bei frischem, konstanterem Wind aus Südsüdwest gelangen am Sonntag dann noch zwei Wettfahrten. Bei den O-Jollen gewann Uwe Kuhlmann (früher ein Nachbar, neuerdings SLSV) beide Läufe klar und erhielt dafür die Silberne Seerose und den Pokal für den besten Steinhuder. Ihm folgten Hans-Werner Binder (DSCU) und Knut Wahrendorf (TSG), beide mit fünf Punkten. Als einizger Teilnehmer vom SCStM kam Wilhelm Nordmeier auf den 23. Platz bei 34 Startern.
In der Laser-Klasse dominierte Vorjahressieger Stefan Warkalla in beiden Wettfahrten. Zum Laserteller bekam er auch endgültig den Masters-Pokal für ältere Lasersegler. Hannes Baumann (YCBG) folgte vor Tobias Schadewaldt (KSW) in einem Feld mit 43 Startern. Auch in der Laser-Radial-Klasse schließlich gewann der Sieger beide Läufe: Malte Kamrath (VSaW) lag am Ende vor Lars Raschdorf (NRV) und Marcus Carius (ETuF).
 Bei der abschließenden Manöverkritik wurden einige Mängel bei der Organisation an Land und auf dem Wasser festgehalten, die beim nächsten Mal durch eine langfristigere Planung vermieden werden soll. Bedauert wurde, dass sich die Arbeit, die für die Ausrichtung einer solchen Großveranstaltung notwendig ist, auf immer weniger Clubmitglieder verteilt.
 

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REVIER / Krautbewuchs nimmt rapide zu
Das zweite große Problem wächst
(sok). Das Steinhuder Meer wächst zu - was bisher immer als langfristige Perspektive eines natürlichen Prozesses galt, wird jetzt aktueller denn je. Nachdem das Wasser des Binnensees vor drei Jahren schlagartig klar geworden ist, zeigen sich nun die Folgen der vermehrten Sonneneinstrahlungen: Vom Westenmeer her wuchern Wasserpflanzen in Richtung Osten. Schon etwa 20 Prozent der Fläche sind von Wasserpest und Laichkraut bedeckt.
Die Pflanzen stehen an vielen Stellen bis dicht unter die Wasseroberfläche und stellen bereits ein ernsthaftes Hindernis dar. An einigen Stellen kann man sogar mit einer Jolle bereits östlich der Linie Wilhelmstein - Club steckenbleiben. Zahlreiche Motorboote - vor allem aus dem Elektrobootverleih - sollen schon Schäden gehabt haben. Im Bereich unserer Steganlagen scheint der Bewuchs noch keine dramatischen Ausmaße angenommen zu haben. Anhaltender Sonnenschein wird den Bewuchs jedoch weiter wachsen lassen.
Nach Meinung von Experten wird der Bewuchs erst dann wieder zurückgehen, wenn das Wasser im See wieder trüb wird und den Pflanzen das Licht nimmt. Bei einer Sitzung der Wettfahrtvereinigung wurde eine interessante Parallele zu einer Phase anfangs des 20. Jahrhunderts präsentiert. Damals dauerte es etwa zehn Jahre, ehe das schlagartig transparent gewordene Wasser sich ebenso überraschend wieder eintrübte. Einem Einsatz eines Mähbootes wie vor einigen Jahren auf dem Maschsee steht die Bezirksregierung skeptisch gegenüber, da nicht absehbar sei, welchen Effekt das habe - zudem sei das Meer einfach zu groß dafür.
Das ältere Problem am Meer, die Verschlammung, bietet derweil positivere Nachrichten. Nach Meinung der Bezirksregierung hat die holländische Firma im Winter gute Arbeit geleistet, im Herbst soll es mit der Schlammentnahme weiter gehen. Zunächst aber ist der Polder in Großenheidorn-Srand erst einmal voll.  Die 60.000 Kubikmeter Schlamm-Wasser-Gemisch sollen nun trocknen, ehe entschieden werden kann, ob der Polder wieder befüllt werden kann.
Eine Million Euro hat die Aktion
bisher gekostet. Was mit dem Schlamm geschieht, ist noch offen. „Wir müssen ihn auf Schadstoffbelastung prüfen und dann
sehen, wofür wir ihn verwenden können“, teilt die Bezirksregierung mit.
 

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Trocken bleiben!
Seit dem 1. April gilt im Geltungsbereich der Binnenschiff-fahrtsstraßen-Ordnung die 0,5-Promille-Grenze. Wer jetzt mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 oder mehr Promille ein Sportboot führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.
Auf dem Steinhuder Meer gilt die Grenze nach Mitteilung der Wasserschtzpolizei für
Schiffsführer schneller Segelboote von der Dart- und Tornadoklasse sowie von Motorbooten. Verstöße könnten auch
Auswirkungen auf den Autoführerschein haben.                       sok
 

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CLUB / Dickschiffregatta wieder ohne Erfolg für SCStM
Ein großzügiger Nachmittag

(sok). Bei unserer Dickschiffregatta am 25. Mai hat sich wieder gezeigt, dass die Nachbarn uns überlegen sind - oder regattatauglichere Kajütboote haben. Bei frischem Wind aus Südwest lagen nach zwei Dreiecken auf einem Kurs vor unserem Steg - knapp bis an den Pflanzenteppich heran - drei Boote des SCHan vorne. Dabei verteidigte das Ehepaar Herrig (P-Boot) seinen Sieg aus dem Vorjahr vor dem Ehepaar Veldmann (Hansa-Jolle) und bekam die „beliebte“ Vase. Beste Mannschaft des SCStM waren Ina und Dieter Sokoll (M 22) auf Platz vier.
Leider nahmen nur sechs Boote das Gastgebers an der Regatta teil. Die Nachbarn, für die die Wettfahrt gleichzeitig erster Lauf zur Clubmeisterschaft war, waren mit acht Booten angetreten, davon vier Dickschiffe. Nach der Wettfahrt trafen sich die Mannschaften bei Kaffee und Kuchen in unserer Messe zur Siegerehrung.
Ansegeln: Die Ansegelfeier am 4. Mai  litt unter dem schlechten Wetter. Nur einige Hartgesottene wie  Dieter Nordmeyer und Helmut Stille machten ihren persönlichen Ansegeltörn. Die Mehrheit blieb jedoch in der schützenden Messe, wo sich eine ansehnliche Kuchentafel gebildet hatte - mit einem grünen Froschkuchen als unbestrittenen Favoriten. Am Abend versorgten Dorit Meister und Edith Lange die Feiernden mit Leckerem vom „Dicken Heinrich“ - danach löste sich die Tafel dann auf.
 

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Ein Segeltörn mit ANTARES in den Nahen Osten / von Jürgen Rinne
Abenteuer Israel

Zur Erinnerung, im vorigen  Verklicker ging die Reise von Kemer über Girne (Zypern), Mersin nach Lattakia in Syrien.
Am Donnerstag, den 17. Mai 2001 verlassen wir nach einer umfangreichen Ausklarierungs-Prozedur gegen 11 Uhr den Hafen von Lattakia. Wieder müssen wir sechs Seemeilen den „Befahrungs-Korridor“ in Richtung West auf die offene See zuhalten. Erst dann können wir Kurs Süd anliegen. Es herrscht jetzt das typische Mittelmeerwetter, also wolkenlos, sehr warm und schwachwindig. Der Wind kommt aus West, wir können mit 4,5 bis 5 Knoten Fahrt prima segeln.
Gegen 19.30 Uhr schläft der Wind ein, wir genießen einen malerischen Sonnenuntergang. Es geht weiter unter Motor. Gegen vier Uhr am nächsten Morgen können wir wieder ein wenig segeln, um gegen sechs Uhr doch wieder den Motor anzuwerfen. Auch der Libanon darf nur durch einen „Korridor“ befahren werden, wir müssen uns zehn Seemeilen von der Küste fernhalten. Nach Überschreiten dieser Grenze melden wir uns über Funk bei den Behörden, wir bekommen eine vierstellige Passier-Nummer zugeteilt, die wir zwecks Identifizierung bei jedem Funkverkehr nennen müssen. Das einfache Anlaufen eines Hafens ist in diesen Ländern mit dem erheblichen politischen Spannungspotenzial nicht möglich.
Um 8.30 Uhr machen wir an den Stegen des Yachtclubs „Jounieh“ im Libanon fest. Von Lattakia bis Jounieh haben wir 105 Seemeilen zurückgelegt, davon 45 unter Segeln. Jounieh liegt dicht bei Beirut. Es handelt sich um eine erstklassige Marina und lässt den Glanz des früheren Libanon erahnen. Hier liegen viele einheimische Motoryachten, allerdings Megayachten, wie in vergangenen Zeiten, liegen hier nicht mehr. Die Schwerreichen haben den Libanon vor oder während der Bürgerkriegswirren verlassen und sind auch nicht wieder zurückgekehrt.
Die Marina verfügt über einen ausgezeichneten Seewasser-Swimmingpool, 50 Meter lang, etwa 20 Meter breit. Wir werden diesen Pool in den nächsten Tagen ausgiebig nutzen. Es ist einfach herrlich hier.
Am Nachmittag besichtigen wir die Stadt Beirut. Es gibt leider noch sehr viel zerstörte Gebäude. Die Häuser ganzer Straßenzüge sind schwer beschädigt, mit großen Einschusslöchern in den Wänden und ausgebrannt. Diese Straßen bildeten die Fronten der verfeindeten Bürgerkriegsparteien. Der Bürgerkrieg begann etwa 1975. Der ehemals christliche Libanon wurde bis zu diesem Zeitpunkt zunehmend durch Einwanderung nichtchristlicher Menschen, vor allem durch den Zustrom palästinensischer Flüchtlinge im Zuge des arabisch-israelischen Konfliktes durchmischt. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen christlichen Falangisten einerseits und Milizen der Muslime und Drusen andererseits.  Warum  eigentlich gegeneinander gekämpft wurde, wusste auch unser hervorragender Reiseführer (Deutsch und Englisch sprechend) nicht befriedigend zu erklären, er meinte die Großmächte hätten sich zu sehr in die inneren Angelegenheiten des  Libanon eingemischt. Nun, das ist sicherlich immer die einfachste Erklärung. Erst im Mai 1991 wurde ein syrisch-libanesischer Vertrag geschlossen, der Syrien die Rolle einer Ordnungsmacht im Libanon einräumt. Bis dahin hatte Israel das Land teilweise besetzt.
Nun, vieles ist jedoch, gerade an der Wasserfront, wieder aufgebaut, sehr schöner Baustil mit örtlichem Sandstein. Trotzdem, die einstige Pracht hat Beirut nicht wieder erreicht. Die zerstörten Häuser können auch nicht einfach abgerissen werden, da sie im Privatbesitz sind. Die Eigentümer haben den Libanon jedoch überwiegend verlassen und kümmern sich nicht mehr um ihre zerstörten Häuser. Warum auch, Geld ist mit so einer Ruine nicht mehr zu verdienen.
Am nächsten Tag stehen bereits um acht Uhr die Reisebusse vor der Marina, eine Rundtour ist geplant. Wir haben wieder unseren bewährten Reiseführer. Da er sehr gut deutsch spricht, teilen wir uns in einen „Deutschsprachigen“ und einen „Englischsprachigen“ Bus auf. In unserem Bus sitzen also die Deutschen, Holländer und Dänen, so dass wir ausnahmsweise mal in Deutsch informiert werden. Ist weniger anstrengend für uns.
Es geht steil aufwärts über das Küstengebirge ins liebliche Bekaa-Tal. Von der Passhöhe hat man einen schönen Rundblick. Im Osten die Bekaa-Ebene, im Südosten den Berg Hermon und dahinter die Golan-Höhen. An einem Berghang ist noch ein Restwäldchen der Libanon-Zeder zu sehen, bekannt als Wahrzeichen in der Nationalflagge des Libanon. In der Bekaa-Ebene gedeihen Obst, Gemüse, Getreide, auch Wein wird angebaut und gekeltert. Wasser ist genügend vorhanden, die umliegenden Berge - bis zu 3000 Meter hoch - sind im Winter mit Schnee bedeckt, und das Schmelzwasser sammelt sich im Bekaa Tal. In der Ebene selber befinden sich viele Zeltlager, hier hausen Palästinenser, die sich ihren Lebensunterhalt zum Teil als Wanderarbeiter bei der Ernte verdienen.
Ein absoluter Höhepunkt ist der Besuch der riesigen Ruinen des römischen Tempelbezirks von Baalbek aus dem ersten bis dritten Jahrhundert. Hier sind die größten Säulen verbaut, die Römer jemals erstellt haben. In einem nahen Steinbruch ist noch eine halbfertige Säule zu bewundern, sie ist so groß und schwer, dass die Steinmetze das Werk nicht vollendeten, weil man die Säule wohl nicht transportieren konnte. Am späten Nachmittag dann noch eine kleine Rundfahrt und Bummel durch die neu errichteten Stadtviertel von Beirut.
Am folgenden Tag wird dann etwas Wäsche gewaschen und da es sehr heiß ist, verbringen wir den Nachmittag am Pool. Aber alles Schöne hat einmal ein Ende, am 21. Mai wird gegen 13 Uhr zum Aufbruch geblasen. Über Funk wird jedes einzelne Schiff an die Zollpier beordert. Hier müssen wir anlegen und bekommen im Austausch zu unserem  „short-passport“ unseren Reisepass zurück. Das mit dem „short-passport“ ist eine Besonderheit für die Rallye-Teilnehmer. Normalerweise genügt der eigene Reisepass. Hier wird dann ein Einreisestempel eingefügt, und man kann sich drei Monate im Land aufhalten (allerdings Visum vorher erforderlich). Bei Ausreise wird dann ein Ausreisestempel eingefügt. Das geht aber bei uns nicht! Mit einem syrischen oder libanesischen Stempel im Pass ist eine Einreise nach Israel nicht möglich - und umgekehrt. Im Klartext bedeutet dies, dass man bei der Einreise nach Israel nicht aus den vorher genannten Ländern kommen darf, daher wird auch bei der Einreise nach Israel behauptet, wir kämen direkt aus der Türkei. Jeder weiß zwar, dass das nicht stimmt, aber dem Formalismus ist Genüge getan. Übrigens ist dieses ganze Theater auch in Zypern erforderlich. Kommt man aus dem türkischen Teil Zyperns und will in den griechischen Teil, wird dort die Einreise verweigert, wenn ein türkisch-zypriotischer Stempel im Reisepass auftaucht. Daher auch in Türkisch-Zypern ein „short-passport“. Kein Wunder, dass hier kaum ein Mensch auf eigene Faust herumsegelt.
Es ist nahezu windstill, wir haben eine ruhige Nacht und laufen unter Motor. Bereits 20 Seemeilen vor der israelischen Küste müssen wir uns per Funk bei „Israel Navy“ anmelden. Wir tun dies auch. Es ist jetzt vier Uhr morgens. Ist allerdings nicht einfach, Kanal 16 wird durch einen libanesischen Störsender mit unflätigen Schimpfworten (die ich hier nicht nennen kann) gegenüber den Israelis gestört. Wir werden gebeten, auf einen anderen Kanal umzuschalten, jetzt geht’s.
Über das, was etwas später auf uns zukommt wurden wir von der Rallye-Leitung bereits vorgewarnt. Gegen fünf Uhr plötzlich hinter uns ein greller Scheinwerfer, so hell, dass man nicht in das Licht schauen kann, man ist dann völlig geblendet. Offensichtlich ist ein Schnellboot der Navy direkt hinter uns. Wir haben es nicht gehört, so leise hat es sich angeschlichen, ohne Positionslampen natürlich. Per Funk geht die Fragerei los: woher (aus der Türkei natürlich, siehe oben), wohin, Nationalität, wo Heimathafen, wie viele Personen und was weiß der Himmel noch. Man hört nur die Stimmen der Besatzung, wir sehen nichts. Dann endlich ist die Besatzung zufrieden, das Boot dreht ab. Dies bemerken wir nur an dem scharfen Abgasgeruch, es nimmt wohl rasch Fahrt auf, sehen können wir immer noch nichts! Bald darauf erfasst der Scheinwerfer ein anderes Boot der Flotte.
Von nun an müssen wir etwa alle halbe Stunde unseren Bootsnamen und Position an die Leitzentrale der Navy durchgeben. Tun wir dies nicht, werden wir angerufen und aufgefordert, dieses zu tun. Jedes Boot wird also lückenlos auf dem Radar verfolgt und Kurs und Position gespeichert. Natürlich passiert diese Prozedur mit jedem Schiff, also auch jedem Frachter.
Um 8.10 Uhr machen wir im Yachtclub von Haifa fest. Wir haben 95 Seemeilen unter Motor zurückgelegt. Alles umzäunt, bewacht, Sicherheitsbeamte kommen an Bord und durchsuchen das Schiff, Formulare werden ausgefüllt, Pässe geprüft usw. Alles sehr freundlich, man entschuldigt sich mehrfach für die Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis für die schwierige Lage in Israel. Wir haben natürlich Verständnis für die Ängste der Israelis. Danach ein sehr herzlicher Empfang durch die Clubleitung, es werden frisches Obst und alkoholfreie Getränke gereicht; es ist ja schließlich auch noch Vormittag.
Am Abend ist jede Bootsbesatzung bei einer israelischen Familie eingeladen. Bei unseren Gastgebern handelt es sich um ein Ehepaar in unserem Alter, der Mann ist auch Segler und hat ein Boot im Hafen. Beide hatten deutsche Vorfahren und sprechen recht gut deutsch. Es wird ein interessanter Abend, leider sind wir sehr müde durch die Nachtfahrt und müssen uns doch sehr konzentrieren.
Am nächsten Morgen geht es per Bus zur Besichtigung der Stadt Haifa. Haifa ist eine große, sehr geschäftige moderne Stadt mit einem bedeutende Handelshafen. Am Hafen viele Industrieanlagen, daher recht staubig und schmutzig (allerdings nur in der Hafenregion, sonst schöne, saubere Stadt). Danach in die historische Stadt und Hafen von Akko. Ursprünglich durch Kreuzritter erbaut, haben auch Osmanen, Genueser, Venezianer und andere hier ihre Spuren hinterlassen. Beeindruckende Gewölbe und unterirdische Gänge können besichtigt werden oder werden gerade noch ausgegraben. Langsam können wir uns nicht mehr erinnern, was wir an „alten Steinen“ schon alles gesehen haben, und das Interesse erlahmt zusehends, außerdem ist es sehr heiß.
Der Reiseplan muss eingehalten werden, also heißt es um 15 Uhr auslaufen. Ausklarieren nicht nötig, da wir in Israel bleiben. Aber Meldung bei der Navy, wohin, welchen Kurs, Speed.
Auch hier erst fünf bis sechs Seemeilen auf die See hinaus (Sicherheitsabstand), dann parallel zur Küste 190 Grad. Klasse Wind aus Nord, drei bis vier Beaufort. Wir fahren Schmetterling, Genua ausgebaumt. „Gin Rummy“ ist uns auf den Fersen. Mal sehen, wie es vor Wind geht. Nach einiger Zeit ist die Sache klar, wir sind deutlich schneller. Zwischen den Booten und der Küste patrouillieren israelische Schnellboote, misstrauisch wie immer. Gegen ein Uhr in der Nacht schläft der Wind ein, die Segel schlagen in der alten Dünung, also Segel weg, Motor an. Diesmal trödeln wir aber nicht unter Maschine, sondern fahren 6 bis 6,5 kn.
Um 7.30 Uhr machen wir fest an Heckpfählen in der ziemlich neuen Marina von Ashkelon. Wir sind diesmal das erste Boot im Hafen und freuen uns mächtig darüber. Auch die großen Zossen haben gesegelt und uns nicht eingeholt. 83 Seemeilen  wurden zurückgelegt, davon 49 unter Segeln.
Die israelischen Marinas sind alle recht neu und gut, aber ziemlich leer. Alles ist auf eine Zeit nach den Auseinandersetzungen ausgelegt, und man erwartet sehnsüchtig einen dauerhaften Frieden, damit der Tourismus, auch der Bootstourismus, in Schwung kommt.
Am 25. Mai Bustour ans „Tote Meer“. Hier herrscht eine tierische Hitze, so an die 40 Grad, im Schatten versteht sich. Wir baden natürlich auch in der salzigen, warmen Brühe. Bringt keine Erfrischung, man kann auch nicht in Bauchlage schwimmen, das sehr gut tragende Salzwasser dreht einen immer wieder auf den Rücken. Die Brühe ist so salzig, dass es höllisch brennt, wenn man ein paar Tropfen an die Lippen oder gar ins Auge bekommt. Einige Luxushotels stehen hier, aber nicht mehr am Strand, sondern gut und gern 100 Meter vom Wasser entfernt. Dem Meer wird viel Wasser entnommen (Entsalzungsanlagen). Heute las ich in der Zeitung, dass der Wasserspiegel zur Zeit jährlich um etwa einen Meter sinkt und das Meer so etwa um 2050 trocken ist, wenn weiterhin so viel Wasser entnommen wird. Kurz einige Daten aus der Schulzeit, das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel, ist bis zu 380 Meter tief, und der Salzgehalt beträgt etwa 30 Prozent.
Am Nachmittag ziehen wir uns in die klimatisierten Räume einer Pizzeria zurück, bestellen eine Pizza und kühles Bier und zahlen dafür etwa so viel wie in Deutschland für ein Rindersteak mit Vorsuppe und Nachspeise. Nicht nur am Toten Meer ist alles teuer, Israel ist ein sehr teures Reiseland, zum Beispiel kosten zwei Eiskugeln in Ashkelon sieben Mark!
Tags darauf segelt ein kleiner Rest der Flotte (lediglich acht Boote)  nach Ägypten. Wir bleiben mit den anderen in Ashkelon, sind am Spätnachmittag wieder bei einer israelischen Familie eingeladen. Es wird wiederum ein netter und interessanter Abend. Am nächsten Morgen, Sonntag, holt uns unser Gastgeber mit dem Auto ab und zeigt uns die nähere Umgebung von Ashkelon. Unter anderem besuchen wir die Hafenstadt Ashdod, der vorhandene Frachthafen wird erheblich erweitert. Vor dem Hafen ankern mindestens 20 Frachter und warten auf Be- oder Entladung. Wir fahren auch durch größere landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Es fällt auf, dass eine erhebliche Anzahl von Feldern nicht mehr bestellt wird, auch ganze Orangenplantagen stehen verödet und vertrocknet in der Landschaft. Dabei fällt mir ein, dass hier in Deutschland in den sechziger Jahren viele Orangen aus Jaffa angeboten wurden, heute überhaupt nicht mehr. Unser Gastgeber, Spitzname „Bucki“, klärt uns auf. Israel ist seit vielen Jahren im Umbruch von einem Agrarstaat in eine Industrienation. Computer, Waffen, Software usw. werden hergestellt und auch exportiert. Die Agrarwirtschaft (Anteil am Bruttoinlandsprodukt nur noch vier Prozent) lohnt kaum noch, einmal wegen Wassermangels und zum anderen durch die sich immer mehr häufenden Absperrungen der Palästinensergebiete. Die Palästinenser werden als Arbeitskräfte in der israelischen Landwirtschaft benötigt, durch die totalen Sperrungen von Westjordan und Gaza gelangen diese nicht mehr zu ihren Arbeitsplätzen. Ein Teufelskreis, in Israel kann die Ernte nicht eingefahren werden, die Palästinenser verdienen kein Geld mehr und verarmen immer weiter. Der Wassermangel ist ein weiteres, sehr ernsthaftes Problem. Pipelines von der Türkei nach Israel zu legen geht nicht, da diese durch Syrien und den Libanon geführt werden müssten. Zur Zeit wird mit riesigen Plastikbehältern experimentiert, die in der Türkei mit Wasser gefüllt werden und per Hochseeschlepper nach Israel geschleppt werden.
Am 28. Mai segeln wir mit einigen weiteren Booten nach Herzilya. Hier wird die gesamte Flotte wieder zusammentreffen, die Abschlussveranstaltungen finden hier statt. Herzilya liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Tel Aviv und ist ein recht mondäner Vorort der Großstadt. Wir sind begeistert von den kilometerlangen, sehr sauberen Sandstränden nördlich von Herzilya. Sehr gepflegt, kein Unrat, kein Plastik, alles wird sorgfältig gesammelt und entsorgt. An Wochentagen sind diese Strände nahezu menschenleer, trotz großer und luxuriöser Hotels in Strandnähe. Durch die politischen Unruhen ist der Tourismus in Israel - zum Bedauern all derjenigen, die von diesen Einnahmen leben - nahezu völlig zum Erliegen gekommen. Am Wochenende sind die Strände durch die einheimische Bevölkerung aus Tel Aviv und Umgebung jedoch sehr belebt.
Am 31. Mai besuchen wir Jerusalem. Tags zuvor starb der Arafat-Vertraute Feisal Husseini in Kuwait an einem Herzversagen. Dieser gemäßigte Palästinenserführer genoss auch bei den Israelis hohes Ansehen. Als Folge blieben alle Geschäfte und Basare in der Altstadt von Jerusalem geschlossen. Auch die israelischen Läden in Westjerusalem blieben aus Solidarität geschlossen. Die israelische Armee verstärkte die Patroullientätigkeit rund um den Tempelberg, um etwaige Ausschreitungen im Keim zu ersticken.
So finden wir eine weitgehend leere Altstadt vor. Der Vorteil, wir können ungehindert alle Sehenswürdigkeiten wie Grabeskirche, Klagemauer, uralte Gassen und kleine Kirchen in Ruhe besichtigen. Der Nachteil, die Stadt ist quasi tot, ohne Flair, das sonst übliche Getümmel in den Gassen fehlt gänzlich. Lediglich wenige Touristentrupps, dafür aber um so mehr Polizeitrupps sind zu sehen. Der Platz um die Klagemauer ist hermetisch abgeriegelt. Wir müssen durch eine Sicherheitsschleuse, Rucksäcke und Handtaschen werden durchleuchtet, Leibesvisitation erfolgt, alles genau so wie beim Einchecken im Flughafen. Erst danach dürfen wir den Platz vor der Klagemauer betreten. Auf den Mauern und Gebäuden ringsum Scharfschützen der israelischen Armee. Sehr wohl fühlen wir uns bei diesem militärischen Aufgebot nicht. Die orthodoxen Juden stehen hier, dauernd mit dem Kopfe nickend, im Talmud lesend, unmittelbar vor der Klagemauer. Dieser kleine Teil der jüdischen Bevölkerung ist bei der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung nicht sonderlich beliebt, wie wir von unseren Gastgebern erfuhren. Die „Schwarzen“, so werden hier die orthodoxen Juden genannt, entziehen sich dem Militärdienst, haben in der Regel eine große, kinderreiche Familie, Hauptbeschäftigung ist das Studium des Talmud, zum großen Teil leben sie von Sozialhilfe. Nun, wir wollen und können dieses nicht kommentieren. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass jeder religiöse Fanatismus nichts Gutes hervorbringt.
Insgesamt bietet der Tempelberg mit den heiligen Stätten dreier großer Religionen (Felsendom und El-Aksa-Moschee der Moslems, Klagemauer der Juden und die Grabeskirche der Christen) ein beeindruckendes Bild. Nicht minder interessant sind die vielen verwinkelten, engen und zum Teil überbauten Gassen der Altstadt. Man meint, jeden Moment müsse Jesus persönlich um die nächste Ecke biegen. Um so kurioser das Hinweisschild auf ein Internetkaffee (siehe Foto).
Freitag, den 1.Juni steigt die große Abschiedsparty. Hervorragendes Menü,  danach Tanz, alles unter einem wolkenlosen Nachthimmel. Ein gelungener Abschluss. Leider erfahren wir am nächsten Morgen, dass während unserer fröhlichen Feier in einer nahe gelegenen Diskothek sich ein palästinensischer Selbstmord-Attentäter in die Luft gesprengt und weitere 21 junge Menschen mit in den Tod gerissen hat. Eigentlich wollen wir noch einige Tage in Israel bleiben, der See Genezareth mit Bethlehem stehen noch auf dem Programm, aber uns wird doch etwas mulmig und wir beschließen, Israel in Kürze zu verlassen.
Am 3. Juni ist die Rallye zu Ende, wir haben etwa 715 Seemeilen zurückgelegt. Jedes Boot ist nun sich selbst überlassen. Unsere Gruppe (sechs Boote) startet in etwa zeitgleich gegen neun Uhr mit Ziel Limmasol. Limmasol befindet sich auf der Südseite von Zypern und gehört somit zum griechischen Teil der Insel. Teils segelnd, teils motorend geht es so über den Tag und die folgende Nacht. Die Boote fahren nicht nahe beieinander (zu stressig, wenn der Autopilot steuert müsste man sonst dauernd auf die anderen Boote achten). Dennoch können wir in der Nacht die Lichter von zwei weiteren Mitseglern ausmachen. Am nächsten Morgen frischt der Wind auf, erst drei bis vier aus West, dann auf Südwest drehend mit fünf bis sechs Beaufort. Das ist der richtige Wind für Antares, Groß und Genua sind gerefft, und mit rauschender Fahrt geht es dem Ziel entgegen. Ein vor uns liegendes Boot ist rasch überholt, eins hinter uns kommt bald außer Sicht.
Der Landfall gestaltet sich als unerwartet schwierig. Trotz strahlend blauem Himmel ist die Sicht recht schlecht, entweder hohe Luftfeuchtigkeit oder Staub über Land, wir wissen es nicht. Die zypriotische Küste ist recht unstrukturiert, der Hafen ist jedenfalls auf größere Distanz (fünf Seemeilen) nicht auszumachen. Wie gut, das es GPS gibt! Einfach nach GPS-Kurs weiterfahren, und man landet direkt vor der Hafeneinfahrt. Um 16.30 Uhr sind wir fest an einer Mooring in der Marina Limmasol. Heftige Böen pfeifen jetzt durch den Hafen. Unser nächster Konkurrent trudelt erst eine Stunde später ein.
Am 6. Juni mieten wir einen Kleinbus mit Fahrer, wir sind mittlerweise sieben Boote, alle mit Zwei-Personen-Crew. Zwei Boote kommen aus Dänemark, zwei aus Deutschland, eines aus Holland, eines aus Frankreich und eines aus den USA.
Der Bus bringt uns in die Bergwelt von Zypern. Hier im Landesinneren hat es uns sehr gut gefallen. Hübsche kleine Dörfer, ein gutes Mittagessen in einer urigen Kneipe, Oliven- und Orangenhaine, Weinanbau und ein angenehmes, trockenes Klima machen die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der griechische Teil von Zypern ist wesentlich besser entwickelt als der türkische Teil. Bessere Infrastruktur, dadurch mehr Tourismus, alles sehr adrett und ordentlich, einfach schön!
Am 8. Juni geht es zurück in die Türkei. Vorher schockt uns das Marinabüro allerdings noch mit der Präsentation der Rechnung. Müssen wir doch für 5 Nächte rund 350 Mark bezahlen! Wir starten mit drei Booten. Einmal wird noch in einer Bucht auf Zypern vor Anker die Nacht verbracht, dann geht es am 9. Juni weiter gen Westen. Bis in die Ankerbucht konnten wir ja noch segeln. Aber heute und am folgenden Tag herrscht Windstille, so dass die Segel eingepackt bleiben.
Am 10. Juni erreichen wir gegen 10 Uhr unseren vorläufigen „Heimathafen“ Kemer in der Türkei. Der Kreis hat sich geschlossen. Die gesamte „Nahost-Reise“ belief sich auf etwas 1100 Seemeilen. Es ist zu dieser Jahreszeit hier in Kemer schon unerträglich heiß (um sieben Uhr morgens bereits 30 Grad!). Einige Tage später schlagen wir die Segel ab, verzurren das Schiff ordentlich und fliegen am 15. Juni nach Hause.
Im Herbst 2001 haben wir die türkische Küste und die Ägäis bereist. Antares verbringt das Winterhalbjahr 2001/2002 wiederum in der Marina Kemer. Anfang 2002 wollen wir uns dann wieder auf den weiten Weg nach Westen machen. Aber das Mittelmeer ist in der Ost-West Ausdehnung sehr groß, die Distanz (Luftlinie) Libanon - Gibraltar beträgt etwas mehr als 2000 Seemeilen, also etwa 3700 Kilometer. Wir haben also einen weiten Weg vor uns.
 

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Was einen Verein so ausmacht
Haben wir Grund zur Besorgnis?

Manche denken vielleicht, ich habe einen Tick. Einen Flaggen-Tick. Immerhin gibt es schon Leute, die wenigstens ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nach ihnen aufs Grundstück komme und der Clubstander nicht gehisst ist. Mag sein, dass das Rituale aus vergangenen Jahrhunderten sind, doch irgendwie ist so eine Clubsymbol doch auch ein Zeichen, dass wir mehr sein wollen als eine anonyme Steggemeinschaft.
Szenenwechsel. Sonnabendabend. Kaum jemand da. Man kann keinem vorschreiben, andere Hobbys, andere Verpflichtungen für den Segel-Club aufzugeben. Man kann keinem vorschreiben, wie viel Zeit im Club zu verbringen ist. Aber wenn die Mitglieder, die da sind, nur zu ihren Booten gehen, segeln und sich abends gleich wieder absetzen, kann doch das Clubleben nicht davon profitieren.
Warum kann man nicht auch an normalen Wochenenden abends mal länger da bleiben, warum muss man auch bei Festen nach dem Essen aufstehen und gehen? Vielleicht muss man nicht gleich jeden Sonnabend mit Wodka-Feige an der Theke versacken. Doch wir haben eine so schöne Messe, ein so schönes Grundstück zur Verfügung: Warum ist da eigentlich abends kaum mehr etwas los? Und das, obwohl wir so viele Mitglieder wie nie zuvor haben?
Wir können es doch. Der Jazzfrühschoppen im vorigen Jahr, die jährliche Silberne Seerose und das Sommerfest, doch auch die Flotillenfahrten der vergangenen Jahre sind doch immer wieder Beispiele, dass wir zusammen auch größere Veranstaltungen auf die Beine stellen können, auch wenn es gerade bei der Seerose immer weniger sind, die sich dafür interessieren und ihre Arbeitskraft einbringen. Und solche Unternehmen sind die Momente, in denen durchaus Wille zur Gemeinschaft zutage tritt.
Doch auch im Cluballtag wäre es doch
 schön, wenn jeder sich berufen fühlen würde, die Aktivposten häufiger mal zu unterstützen: Der letzte nimmt die Flagge runter, der Kühlschrank wird aufgefüllt und das Leergut in den Nebenraum gebracht - das macht sich nicht von alleine. Über häufigere Initiativen, mal einen Beitrag für die Clubzeitschrift zu schreiben, würde sich der Herausgeber übrigens auch freuen! Und wäre es nicht schön, wenn Clubkameraden auch am Abend noch mal auf ein Bier zum Club komen würden, weil sie sicher sein können, noch jemanden anzutreffen?
Auch wir vom Vorstand müssten vielleicht mehr Schwung entwickeln. Wahrscheinlich müssten neue Mitglieder besser in die Gemeinschaft eingeführt werden. Bestimmte Projekte sollten vielleicht energischer vorangetrieben,  der Rhythmus Ansegeln, Sommerfest, Absegeln („läuft dann ja wieder so wie im letzten Jahr“, wahrscheinlich auch noch mit den gleichen Ausrichtern) häufiger mit Innovationen verlassen werden.
Sicher, segeln kann man auch so, wenn nur der Steg steht. Das ginge aber auch woanders.
      Sven Sokoll
 
 

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Unsere neuen Mitglieder
Zunächst möchten wir uns für die freundliche Aufnahme im Segelclub bedanken. Kennen gelernt haben wir den SCStM durch die Clubmitglieder Henning Langrehr und Jens Breiing. Sehr positiv empfanden wir die fast familiäre Atmosphäre, wo sich die Clubmitglieder noch untereinander kennen.
Zusammen teilen wir uns die Wanderjolle Neptun 17, der wir letzten Winter eine Überarbeitung des Rumpfes gönnten. Nun strahlt sie in ihrem neuen Glanz.
Links auf dem Bild, das bin ich, Volker Böhm. Ich bin 27 Jahre, in Soltau geboren und lebe jetzt schon seit Sommer 1986 in Wunstorf.
Ich habe mich schon vor dem Umzug nach Wunstorf für den Surfsport interessiert. Als kleiner Junge saß ich oft am Baggersee und schaute begeistert den Surfern zu. Doch erst in Wunstorf konnte ich dann in Mardorf meinen Surfschein erwerben. So bin ich noch bis heute ein begeisterter Surfer geblieben.
Meine ersten Erfahrungen im Segeln sammelte ich in meiner Schulzeit während einer Projektwoche 1991. Dort freundete ich mich mit dem Opti „Peter“ an. Leider fehlte mir seitdem die Gelegenheit, regelmäßig segeln zu können. Doch das soll sich jetzt mit unserer eigenen Jolle auf dem Steinhuder Meer ändern.
Der auf dem Foto rechts sitzt, das bin ich, Jan Bliemel, geboren in Witten/Ruhr. Zum Wassersport bin ich ca. 1985 gekommen, als ich Mitglied im Lübecker Ruder Klub wurde. In Lübeck bin ich auch einige Male mit einem Schulfreund Opti segeln gewesen. 1987 zog ich nach Wunstorf und nahm dann auch sehr bald an einer Ferienpaßaktion „Segeln“ und an einer Jugendfreizeit auf dem Ijsselmeer teil. Nach jahrelanger Abstinenz saß ich im Winter 1997 mit Freunden abends zusammen und wir lasen, dass am selben Abend eine Infoveranstaltung zum SBf-Binnen stattfand. Da ich mich schon immer etwas mehr mit dem Segelsport beschäftigen wollte, fuhren wir dann auch gleich dort hin.
Von da an ging alles ganz schnell: SBf-Binnen, SBf-See, BR, Sprechfunk, BK. Nur der C-Schein fehlt noch in der Sammlung, welcher leider nur sehr selten angeboten wird. In den letzten Jahren wurde dann die Dänische Ostsee im Mai zu meiner zweiten Heimat. In den letzten beiden Jahren segelte ich als Betreuer/Organisator mit einer Jugendgruppe jeweils zwei Wochen auf IJselmeer und Nordsee. Nun möchte ich mit unserer Jolle den Sommer auf dem Steinhuder Meer genießen.
 
 

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20.-22. Juli Schützenfest Steinhude

3. August Sommerfest mit Clubmeisterschaft

16.-18. August Festliches Wochenende Steinhude

21. September Absegeln

26./27. Oktober Stegabbau (Hubgestelle 19. Oktober)

17. November Grünkohlessen
 
8. Dezember Nikolausfeier

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