Nummer 19, Juli 2003

Editorial
Wann flaut es ab?
Detlef Munke neuer Grundstückswart
Gerader Steg, hartnäckiges Kraut
Wie schnell wächst das Kraut?
Modellprojekt geplant
Die große Überfahrt
Clubs dürfen wieder prüfen
SCHan-Boote auf Siegerkurs
Segelwochenende für Kinder und Jugendliche
Nach Zwangspause wieder obenauf
Unsere neuen Mitglieder
termine*termine*termine*termine*termine*termine


Liebe Leserin, lieber Leser,

unser Revier lässt uns rätseln. Können wir wieder optimistisch sein, oder kommen die Probleme erst noch? Tatsache ist, dass zumindest das Kraut die Segelei bisher nicht so stark wie im vorigen Jahr behindert hat. Das Wasser aber wechselt derzeit fast täglich sein Aussehen, so ist immer die Frage: Trübt es sich jetzt wieder ein, oder bleibt es noch lange klar? Fortschritte sind beim Schlamm zu vermelden, dafür bietet der Wasserstand im Juli Anlass zur Sorge.
Genug Wasser unter dem Kiel hatte Rinnes Antares bei der Atlantik-Überquerung im Herbst. Viele Clubmitglieder haben die Fahrt, über die in dieser Ausgabe berichtet wird, in den regelmäßigen Berichten auf unserer Internetseite www.scstm.de verfolgt.
Auch bei dieser Ausgabe ist es aus verschiedenen Gründen leider nicht gelungen, den angepeilten Erscheinungstermin zum Saisonbeginn einzuhalten. Hoffentlich schmälert die lange Wartezeit jetzt nicht mehr den Unterhaltungswert der Ausgabe.

Der Herausgeber
 

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Wann flaut es ab?
Olaf Wahrendorf gewinnt Seerose endgültig - und stiftet sie neu

Einer Geduldsprobe glich die Regatta um die Silberne Seerose zunächst am 3. Mai: Stürmischer Wind, in Böen bis zu neun Beaufort, führte die Wettfahrtleitung um Wilhelm Nordmeier zu der Entscheidung, die Teilnehmer zunächst an Land zu lassen.
Als es gegen 17 Uhr erste Anzeichen für ein Abflauen gab, entschloss sich die Prahmbesatzung dann doch noch, für den Abend einen Start anzusetzen. Von 18.30 Uhr an wurde bei gut fünf Windstärken eine verkürzte Wettfahrt gesegelt.
Nach der Rückkehr vom Wasser hatte der SCStM zum Seglerabend geladen. Hier machten sich die geringeren Teilnehmerzahlen - O-Jolle und Laser unter 40, Laser Radial sogar nur acht - deutlich bemerkbar. Das Freibier floss in weitaus kleineren Mengen als in den Vorjahren.
Am Sonntag waren die Bedingungen nahezu ideal; fast den ganzen Tag keine Wolke am Himmel und ziemlich konstanter Wind aus Südsüdwest mit drei Windstärken. Da die Laser Radial, eine Jugendversion des Standardbootes mit verkleinerter Segelfläche, dem Feld immer deutlich hinterhersegelten, wurden sie in den beiden Sonntagswettfahrten jeweils eine Runde vor Schluss ins Ziel geholt.
Bei den O-Jollen erwarb sich Olaf Wahrendorf (TSG) mit seinem Gesamtsieg das dritte Anrecht auf die „Silberne Seerose“ und gewann sie damit endgültig. Allerdings stiftete er sie sogleich wieder neu. Bester Steinhuder war Uwe Kuhlmann (SLSV) auf dem dritten Platz, aus dem SCStM kam Detlef Munke auf Platz 14 und Alfred Zerfass auf Platz 34 bei 39 Meldungen. Die Regatta der Laser gewann Thomas Spangenberg (TSG). Bester Steinhuder und zugleich Gewinner des Mastercups für Segler über 35 Jahren wurde Uwe Bredthauer (SLSV). Gewinner in der Klasse Laser Radial wurde Stefan Koppin (WSV 1921).
Nach der Wettfahrtserie zogen die Organisatoren  eine positive Bilanz der Veranstaltung. Auf dem Wasser ging alles glatt, die Auswertung wurden deutlich dadurch beschleunigt, dass ein Laptop zur Verfügung stand. Damit konnten die Daten der nachmeldenden Teilnehmer gleich im Regattabüro nachgetragen werden. Die Prahmcrew nahm den Computer dann mit aufs Wasser und konnte gleich nach dem Zieldurchgang die Einlauflisten übertragen. Auch die Landcrew um Henning Langrehr und Janina Wruck war zufrieden, obwohl Jane Opitz in diesem Jahr nur bis Freitag zur Verfügung stand. Zu überlegen ist, ob im nächsten Jahr für die Segler ein größeres Angebot auch an warmen Speisen bereit gehalten werden soll - falls sie wieder unerwartet an Land bleiben.        sok
 

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Detlef Munke neuer Grundstückswart

Bei der Hauptversammlung des SCStM am 2. Februar ist Detlef Munke zum neue Grundstückswart gewählt worden. Er folgt Manfred Schröder, der jetzt auf der Ostsee segelt und das Amt in Steinhude deshalb abgeben wollte. Der 1. Vorsitzende Dieter Nordmeyer dankte Schröder für seine 15-jährige Tätigkeit. Zugleich kündigte er an, dass auch er und sein Stellvertreter Niels Schlieker mittelfristig ihre Ämter in andere Hände geben wollen.
Kontroverse Diskussionen gab es bei der Versammlung nicht. In Nordmeyers Bericht dominierte das Thema Kraut im Steinhuder Meer, man war sich einig, dass Handeln dringend notwendig ist.
Dorit Meister wurde in der Versammlung für 25-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Der SCStM hatten einige Austritte zu verzeichnen, allerdings wurden auch sieben neue Mitglieder aufgenommen. Sie stellen sich auf den hinteren Seiten dieser Ausgabe vor. Zudem gibt es bereits vier neue Anwärter für die Aufnahme im nächsten Jahr.                                                       sok
 
 

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Gerader Steg, hartnäckiges Kraut

Der Stegaufbau hat sich im März unproblematisch gestaltet. Bei ruhigem Wetter kamen die Stegbauer rasch voran, so dass sich frühzeitig ein Teil der Truppe damit beschäftigen konnte, das Kraut aus dem Hafen zu beseitigen. Über den Winter war allerhand Wasserpest angespült worden, die bei den Stürmen auch noch stark verdichtet wurde und den Durchfluss zum SCHan völlig blockierte. Mit den ersten wärmeren Tagen hatte sich zudem ein übler Geruch entwickelt, weil das Kraut zu gären begann.
Die Räumung beim Stegaufbau hielt allerdings nicht lange an. Um zur Seerose ein ansehnliches Bild zu bieten, war knapp einen Monat später bereits wieder eine zweite  Räumaktion notwendig. Nun sprießt das Schilf im Hafen schnell, und darin bleiben immer wieder treibende Krautinseln hängen. Es wird wohl immer öfter notwendig sein, sich Forke und Wathose zu schnappen und den Durchfluss frei zu halten.
Ungewohnt ist in diesem Jahr der Anblick des Hafens auf der Südwestseite: Der ehemalige Wandersegler-Steg ist nach der Auflösung des Vereins und dem Bau eines Privathauses nun wesentlich kürzer geworden.                      sok
 
 

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STEINHUDER MEER: Zweite Polderfläche am Nordufer gekauft
Wie schnell wächst das Kraut?

Diesmal sollte alles rechtzeitig losgehen, doch der grüne Gegner war noch gar nicht da. Die Bezirksregierung hat auf die Stimmung am Meer reagiert und das Mähboot schon Ende März gegen die Wasserpest eingesetzt. Dabei musste sie allerdings feststellen, dass das Kraut noch nicht im erwarteten Ausmaß gewachsen war. Mitte Mai wurde der Einsatz zunächst abgebrochen, weil wegen der niedrigen Wassertemperatur noch zu wenige Felder gewachsen waren.
Dass sich das Problem dennoch noch nicht erledigt hat, ist auch klar. So ist auch vor unserem Steg auf dem Grund eine dichte Matte an Wasserpflanzen zu erkennen, die mit Sicherheit an die Oberfläche streben wird, sobald die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen. Eine um Ostern deutliche Eintrübung des Wassers, die auf ein gehemmtes Wachstum in diesem Jahr hoffen ließ, hat sich  mittlerweile wieder erledigt: Wie in den letzten zwei Jahren auch ist der Grund jetzt wieder gut zu erkennen.
Schlamm wird gepumpt: Wie angekündigt ist in diesem Frühjahr Schlamm vom Nordufer in den Polder bei Großenheidorn-Strand gepumpt worden. Weil er dort schnell trocknet, kann der Polder in diesem Jahr 50 000 Kubikmeter und damit mehr Schlamm aufnehmen als erwartet.
Mittlerweile wird vom Nordufer auch der Erwerb einer zweiten Polderfläche vermeldet. Einige Mardorfer Grundeigentümer konnten zum Verkauf von insgesamt 10 Hektar Fläche an das Land bewegt werden, die etwa 100 000 Kubikmeter aufnehmen könnten.
Für ein umfassendes Sanierungskonzept sind die Nutzer des Meeres im Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Von einer guten Atmosphäre wird dort berichtet, doch konkrete Ergebnisse liegen bisher nicht auf dem Tisch.                                                         sok
 

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„Modellprojekt“ geplant
Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer verfolgt weiter ihr Ziel, die Bildung einer Organisation am See voranzutreiben, die die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung bündeln soll. War bei der Mitgliederversammlung im Herbst noch von einer gemeinnützigen GmbH die Rede, ist jetzt, folgt man dem Satzungsentwurf auf der Homepage der Notgemeinschaft, eher an die Gründung eines Vereins gedacht. In dem „Modellprojekt Steinhuder Meer e.V.“ sollen sich das Land, Kommunen und Nutzergruppen zusammenschließen. Der Verein könnte Fördermittel etwa der EU einwerben und gezielt einsetzen. Unklar ist noch, ob auch auf die Mitglieder der Segelvereine dadurch höhere Kosten zukommen.             sok
Die Notgemeinschaft informiert unter www.ng-stm.de/modellprojekt über ihr Vorhaben.

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     Die große Überfahrt
Mit „Antares“ über den Atlantik
von Hans Wetzig

Viele Leser wissen  sicher etliches  von unserem Törn - doch noch ein  mal zur Erinnerung:  Ingrid und Jürgen Rinne und ich nahmen mit Rinnes  Halberg-Rassy 34 „Antares“ an der etwa 2800 Seemeilen langen ARC-Regatta 2002 von Las Palmas nach St. Lucia teil. Der Start war auf Sonntag, den 24. November, um 13 Uhr festgelegt. Die Mehrzahl der 225 Teilnehmer waren Tourenyachten, etliche wurden jedoch von Regattacrews mit entsprechendem Ehrgeiz und Equipment gesegelt.  Die Wertung  erfolgte nach einem Handicapsystem und berechneter Zeit. Es wurde sowohl eine Gesamtplatzierung als auch eine Wertung innerhalb einer Gruppe  vorgenommen. In der Zusammenstellung  der Gruppen konnten wir allerdings keine Logik erkennen. Die Problematik von Wertungen nach Handicap ist zwar allgemein bekannt; war den meisten Teilnehmern aber eher unwichtig. Die große Mehrheit suchte so wie wir Sicherheitsgewinn durch eine größere Gruppe.

Unsere Vorbereitungen
Ganz gleich, wie lange, wie intensiv und mit wie viel Erfahrung man segelt - eine Atlantiküberquerung ist fraglos etwas besonderes. Ohne gründliche Vorbereitung ist ein solches Unterfangen mindestens leichtsinnig, wenn nicht sogar gefährlich. Nicht von ungefähr beschäftigte sich die Zeitschrift „Die Yacht“ unlängst in einem Spezial unter dem Titel „Mythos Atlantik“ ausführlich mit diesem Thema. Wir besuchten Anfang des vergangenen Jahres zunächst das vom Veranstalter angebotene Seminar in Düsseldorf. Etwas verwundert hat uns dabei, dass für die potenziellen Teilnehmer eine seegehende Yacht erst bei 42 Fuß anzufangen scheint. Nur wenige Yachten hatten wie wir 34 Fuß oder waren gar noch etwas kleiner. Aber Seetüchtigkeit hat ja bekanntlich nur wenig mit der Schiffsgröße  zu tun. Wir entschieden uns mitzumachen; Jürgen und Ingrid nahmen dann das Ausrüsten der „Antares“ für diesen Törn in Angriff. Im Mai machten wir noch als Generalprobe einen Törn im Mittelmeer. Diese verlief erfolgreich, und ich wollte dann im November rechtzeitig vor Ort sein.
   Jürgen aber musste unplanmäßig kurz vor Regattabeginn  dringend nach Hannover, und so flogen wir gemeinsam am Mittwoch vor dem Start nach Las Palmas. Wir hatten bei dieser Gelegenheit schon  jede Menge an Verpflegung mitgebracht, für einen so langen Törn aber sicher nicht genug. So verbrachten wir den Donnerstag und Freitag mit dem Einkaufen von Lebensmitteln sowie den letzten Vorbereitungen. Vielleicht war die Mengenkalkulation für unser Essen dann doch etwas zu üppig ausgefallen, denn als alles mühevoll verstaut war,  kamen Jürgen erhebliche Bedenken: Die Wasserlinie der „Antares“ spiegelte eine gewisse Überladung wieder. Siegesambitionen, so diese dann bestanden hätten, erhielten dadurch einen kleinen Dämpfer. Aber wie dem auch sei, sicher war immerhin, auch ein Abstecher nach Rio hätte bei uns weder Hungerödeme noch Skorbut auslösen können!

Die Startphase
 Samstagmittag war dann alles geschafft; wir waren bereit. Nun war nur noch Warten angesagt. Sonntag um 10 Uhr hieß es dann endlich Leinen los. Wir hatten bezüglich des Starts dabei durchaus gemischte Gefühle, denn in den Segelanweisungen stand unter anderem, dass ein Anker zur Schadensbegrenzung bei möglichen Kollisionen nicht am Bug zu fahren sei. Die Startlinie war eine Seemeile lang, als Startraum stand ein Gebiet von der Größe eines Viertels des Steinhuder Meeres zur Verfügung. Und dann über 200 Yachten, etliche 50 Fuß und größer! Wie das gehen sollte, war uns nicht  recht klar.
  Etwa eine Stunde vor dem Start schlief der Wind  fast völlig ein. Von der Richtung her ergab sich ein Raumwindstart, was die große Masse der Yachten nicht daran hinderte, sich in Luv gegenseitig den wenigen Wind streitig zu machen. Wir hingegen fuhren völlig unbedrängt und pünktlich weit in Lee über die Linie und ergötzten uns daran, dass viele deutlich größere Yachten bald klar hinter uns lagen. Der Wind blieb schwach und löcherig,  doch unser Speed war gemessen an dem der anderen ausgesprochen gut. Eigentlich machte uns nur die sengende Sonne etwas zu schaffen, und so nahmen wir gegen 17 Uhr erfreut  einige Kabellängen voraus  einen Brisenstrich wahr. Dieser entwickelte sich dann aber innerhalb kürzester Zeit zu einem kräftigen Wind mit vollen sechs Windstärken, leider aus Südwest. So war Reffen und Segeln hoch am Wind mit Ölzeug und Seestiefeln angesagt. Die große Atlantikwelle bescherte uns so manche Dusche, und wir wurden kräftig durchgeschüttelt. Unser Frischobst auch, denn dieses hatten wir kunstvoll  unter der Kajütdecke in ein dort befestigtes Netz gestaut. Nun kullerten Äpfel, Zitronen und anderes natürlich heraus und verteilte sich blitzartig im Schiff. Immerhin kam dies, wenn auch sicher nur minimal, dem Schwerpunkt zu gute. Die pechschwarze Nacht tat ein übriges, um unsere anfänglich fast euphorische Stimmung etwas zu dämpfen. Waren wir wirklich auf der vielbeschriebenen Barfußroute?  Bei diesem stürmischen Ritt Richtung marokkanischer Küste konnten da schon Zweifel aufkommen.

Die Überfahrt
Der erste volle Tag bescherte uns viel Wind und keine Sonne. Immer noch auf der Backe liegend bolzten wir Richtung Afrika. Doch die folgende Nacht war moderat, der Wind ließ nach, und am nächsten morgen erreichten wir die Barfußroute tatsächlich: drei Beaufort aus Nordost. Wir trockneten unsere Sachen, klarierten alles wieder, nahmen eine Dusche mit Seewasser und waren gespannt auf die nun vor uns liegende Passat-segelei. Die Bordroutine mit je  drei Stunden Wache spielte sich schnell ein. Zwei Tage lang sahen wir noch - in großer Entfernung mit uns laufend - weitere Teilnehmer. Dann waren auch diese verschwunden. Das riesige Feld hatte sich innerhalb von 48 Stunden total auseinandergezogen.
Vom Segeln selbst ist eigentlich nicht viel zu berichten. Nach zwei Tagen bargen wir das Groß, setzten das zweite Vorsegel und fuhren diese passattypisch in Schmetterlingsform. Nur zwischendurch mussten wir noch einmal kurzzeitig die Segelführung ändern und das Groß setzen. Aber das war’s dann auch schon, und die  letzten sieben Tage - und das ist kein Seemannsgarn - haben wir weder Schoten noch Pinne angefasst! Die Windrichtung änderte sich nur minimal, so dass der Generalkurs immer stimmte. Die Windstärke schwankte zwischen vier und fünf Beaufort, selten mehr, manchmal leider etwas weniger. Die Windsteueranlage versah ihren Dienst perfekt, wir brauchten nicht einzugreifen. Nervig war die Schaukelei. Bei drei bis vier Metern Wellenhöhe und achterlichem Wind rollte die „Antares“ pausenlos. Das erschwerte das Bordleben doch ganz erheblich; allein das Essen wurde jedes Mal zu einem Balanceakt.
Die Navigation ist heute ja dank GPS zum Kinderspiel geworden, trotzdem aktivierten wir unseren Sextanten und bestimmten trotz der großen Schaukelei unseren Ort. Wir lagen allerdings fünf bis zehn Seemeilen daneben. Ich denke aber, dass bei regelmäßiger Nutzung des Sextanten diese Abweichung um etwa die Hälfte zu reduzieren ist. Und dann kann man  bei 2800 Seemeilen Törnlänge sicher gut damit leben.
Unsere Etmale waren während der gesamten Überfahrt sehr gleichmäßig, im Regelfall lagen sie zwischen 150 und 160 Meilen. Der Ausreißer nach unten war 134, der Rekord lag bei 166 Seemeilen.
Getrübt wurde unsere Stimmung durch zwei Unglücksnachrichten - einmal über einen Todesfall und zum anderen über den Verlust einer Yacht. Bei der britischen 51-Fuß-Yacht „Toutazimut“ ertrank der über Bord gegangene Skipper trotz angelegtem Lifebelt. Nach unseren Informationen konnte der einzige Mitsegler (sein Bruder!) die Yacht nicht aufstoppen, so dass es zu diesem tragischen Ende kam. Die Umstände des Yachtverlustes wurden uns nie recht klar, offenbar waren massive Probleme an der Ruderanlage eine Hauptursache. Die Besatzung jedoch konnte rechtzeitig abgeborgen werden.
Natürlich haben wir uns auch mit Fischfang beschäftigt. Die erste Erfahrung war eher ungewöhnlich, denn ein recht großer fliegender Fisch landete während Ingrids  Nachtwache direkt in ihrem Schoß. Jürgen beförderte ihn dann mit einiger Mühe wieder außenbords. Der nächste Fisch ging an die Schleppangel und wurde von Jürgen mehr oder weniger waidgerecht getötet. Ich selber - ohnehin kein Fan von Fischgerichten - hatte Freiwache und konnte mich daher problemlos der Nullserie in Sachen Fischfang entziehen. Beim dritten Mal gingen wir planmäßig vor. Ein kapitaler Bursche mit Furcht erregendem Gebiss zappelte an der Angel. Wir verfuhren strikt nach der Anleitung aus der Zeitschrift „Blauwasser“. Dort wurde empfohlen, dem Kameraden einen kräftigen Schluck Schnaps einzuflößen. Wir wählten Raki, aber der Fisch schien diese Marke nicht besonders zu mögen und wand sich heftig. Obwohl er deshalb nur einen kleinen Schluck genoss und etliches dieses schönen Getränks in den Atlantik plätscherte, wurde er sofort deutlich ruhiger. Als er dann im Cockpit lag, schüttete ich ihm noch je einen doppelten Raki hinter die Kiemen, und Minuten später war er dann entweder im totalen Delirium oder schon ganz tot. Die Schnapsmethode scheint offenbar für alle Beteiligten - Fisch und Angler - sehr entspannend zu sein. Ingrid hatte in Las Palmas Kenntnis von einem interessanten Sushirezept erhalten und verarbeitete unverzüglich das eine Filet zu dieser Spezialität. Das andere Filet wurde dann gebraten, und ich bekenne gern, es schmeckte hervorragend. Zur Größe: von dem gebratenen Filet allein wurden wir alle drei ohne weitere Beilage pappsatt!
Die Kommunikation war der wohl einzige negative Punkt dieses Törns. Die Verbindung über Kiel Radio war ab und an nicht möglich, häufig schlecht und fast immer total überlastet. Wir beschränkten die E-Mails auf ein Minimum, um wenigstens die Wetterberichte und die Mails der Regattaleitung empfangen zu können. Viele Teilnehmer hatten zusätzlich noch ein Iridiumtelefon an Bord, was die Kommunikationsmöglichkeiten klar verbesserte. Jürgen hatte noch in Las Palmas mit vier weiteren deutschen Yachten eine tägliche Funkrunde über Kurzwelle abgesprochen. So tauschten  wir uns regelmäßig über die - glücklicherweise kleinen - Alltagsprobleme aus. Nur die  an unserer Gesprächsrunde mitbeteiligte Bremer Yacht „Monsun“ hatte schon nach wenigen Tagen echten Kummer. Ein irreparabler Schaden an der Selbststeueranlage zwang das Eignerehepaar, etwa zwei Wochen lang bis zum Ziel von Hand zu steuern. Wir alle bedauerten die beiden echt und munterten sie, so gut es ging, auf. Respekt an dieser Stelle noch einmal für eine solche Leistung!
Imponierend, so unser aller Empfinden, war fraglos der Eindruck von der Weite eines Ozeans. Das wochenlange Leben im Gleichklang mit dem Meer ist eine Erfahrung, die es Wert ist, gemacht zu werden. Alltagsprobleme scheinen mit jedem Tag unbedeutender zu werden, und man konzentriert seine gesamte Energie auf das Erreichen des gesteckten Zieles. Der Respekt vor der Natur war uns immer gegenwärtig, auch wenn die Passatsegelei ja eine eher einfache Übung war. So beeindruckend die von achtern anrollenden Wellen auch waren - die „Antares“ hob lediglich das Heck entsprechend an, die Welle lief durch, und das war schon alles. Nur sehr selten wischte eine quer laufende Schaumkrone in das Cockpit. Die viel beschriebenen tropischen Gewitter waren eher schwach, es lohnte sich oft kaum, die Schotten einzuschieben, da die Regenmengen gering waren. So zogen die Tage und Nächte dahin, und sicher war, dass irgendwann demnächst Land „im Wege“ liegen würde.

Am Ziel
Am 12. Dezember um 15.45 Ortszeit, nach gut 18 Tagen - es ist soweit! Land in Sicht! Wir nehmen an Steuerbord Martinique wahr. Wenige Minuten später sehen wir St. Lucia voraus. Wir schätzten noch etwa fünf Stunden bis zur Ziellinie in der Rodney Bay und bedauerten, bei Dunkelheit durchs Ziel zu gehen. Laut Segelanweisungen sollten wir auf St. Lucia ein Feuer mit zwei Blitzen sehen;  in der Seekarte waren jedoch fünf Blitze angegeben. Was war richtig? Wir wissen es nicht, denn entweder gab es das Feuer nicht mehr oder es war nicht an. Da kommt Freude auf, zumal das Ansteuern der Rodney Bay recht kniffelig war. Aber nach diversen Stressmomenten packten wir es. Wir segelten nur mit der Genua zum Ziel, das Groß ließen wir unten, da  in der Bay viele Yachten vor Anker lagen. Wir mussten sehr hoch am Wind segeln, um das Zielschiff zu erreichen, und ich versuchte, Höhe zu knüppeln. Endlich war alles eindeutig,  wir sahen das angekündigte gelbe Licht des Zielschiffes. Einigermaßen sicheres Anliegen war möglich. Leider war das Lichtsignal am Heck angebracht, und so musste ich urplötzlich noch höher ziehen, um klar zu bleiben. Reine Nervensache, aber es gelang, wir passierten die Linie - geschafft! Der nächste Schreck folgte Sekunden später, denn direkt vor uns ein Ankerlieger! Aber auch den umschifften wir, bargen die Genua und starteten die Maschine. Nach einigen aufregenden Ehrenrunden bei Dunkelheit zwischen den zahlreichen Ankerliegern erfuhren wir per Funk vom Hafenbüro unsere Liegeplatznummer. Doch wo war dieser Platz? Nerviges Suchen folgte, dann endlich - das Empfangskomitee des ARC schwenkte ein Licht, und wir erkannten unsere Box.  Die Leinen wurden angenommen, das Komitee überreichte uns zur Begrüßung ein großes Glas Rumpunsch sowie einen Früchtekorb und beglückwünschte uns zur gelungenen Überfahrt.
Zurück in der Kajüte köpften wir dann umgehend unsere Magnumflasche Ankunftssekt und stießen auf die glückliche und heile Ankunft an. Die Anspannung fiel langsam ab, und ein seltsames Gefühl von Aufgekratztheit bei gleichzeitiger Müdigkeit machte sich breit. Wir labten uns zufrieden am Sekt und genossen, dass die Gläser  nicht mehr vom Tisch rauschten! Die Schaukelei war endgültig Vergangenheit, und eine ruhige Nacht stand bevor. Wir waren also wirklich angekommen und lagen vertäut im Hafen! Der Rumpunsch jedoch hatte offenbar schon gute Vorarbeit geleistet,  denn die Müdigkeit gewann bald die Oberhand über uns. Wir fielen erschöpft in die Kojen.

St. Lucia / Rodney Bay
Einige Tage blieben mir noch bis zum Rückflug. Wir nahmen eine Generalreinigung der „Antares“ vor. Nach und nach kamen noch etliche andere Yachten herein. Wir hatten als 123. die Ziellinie passiert. Nach berechneter Zeit erreichten wir von 225 Teilnehmern den 43. Platz, in unserer Gruppe von 18 wurden wir 4. Wir hätten sicherlich noch etwas weiter vorne liegen können, allerdings mit der Konsequenz,  das Groß zu setzen und damit das Risiko und den  Stress deutlich zu erhöhen. Besonders die Halsengefahr ist bei dem ständigen Rollen groß und auch mit gesetztem Bullenstander nicht immer spaßig. Daher waren wir mit unserer Platzierung schließlich doch sehr zufrieden.
 Aufregend war dann die Fahrt zum Flughafen. Als Busse sind in St. Lucia ausschließlich Zwölfsitzer im Gebrauch. Abgesehen davon, dass alle Autos dort auf der falschen Straßenseite fahren (Linksverkehr), schien der Fahrer wohl Formel-1-Ambitionen zu haben. Als einziger Weißer saß ich eingepfercht zwischen - sehr freundlichen - Farbigen und hoffte, heil am Flughafen anzukommen. Das war dann auch der Fall, und der Rückflug nach Deutschland war Routine.
   Ingrid und Jürgen haben noch etwas die Karibik erkundigt und sind dann während der Hurrikansaison nach Hause gekommen. Wie es sich in der Karibik lebt, werden wir von den beiden sicher im nächsten „Verklicker“ erfahren.
 

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Der Sportsegelschein ersetzt die bisherigen DSV-Scheine
Clubs dürfen wieder prüfen

Wieder hat eine neuer Segelschein das Licht der Welt erblickt. „Sportsegelschein“ heißt die Neuerfindung des DSV, die die ganze Palette der bisherigen Verbandsscheine von A über BR und BK bis zum C-Schein ersetzt. Damit ist das Ende der beiden parallel bestehenden Führerscheinsysteme gekommen. Die große Neuerung: Ausschließlich die dem DSV angeschlossenen Vereine sollen die Prüfungen für den Sportsegelschein abnehmen.
Unangetastet bleiben die vorgeschriebenen und freiwilligen amtlichen Führerscheine Sportbootführerschein Binnen, Sportbootführerschein See, Sportküstenschifferschein (SKS), Sportseeschifferschein (SSS) und Sporthochseeschifferschein (SHS).
Der Sportsegelschein umfasst die Grundausbildung im Jollensegeln. Seemannschaft, Ausweichregeln, Seezeichen, Wetterbeobachtung und die Wettfahrtregeln werden zum Beispiel im theoretischen Teil abgefragt. Bei der praktischen Prüfung sind außer Segelmanövern auch Knoten vorzuführen. Einen Motorteil umfasst der Schein nicht. Die Bewerber müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
Die Wettsegelordnung ist bereits so geändert worden, dass der neue Schein als Befähigungsnachweis zum Regattasegeln ausreicht. Doch auch bei Vercharterern wird der Schein als Nachweis der Segelerfahrung willkommen sein.
Ziel der Führerscheinreform war unter anderem, die Vereine zu stärken, indem sie wieder eine größere Rolle bei der Segelgrundausbildung bekommen und damit für Segelanfänger eine Vereinsmitgliedschaft frühzeitig attraktiv wird. Die Vereine können nun selber Prüfungskommissionen aus drei Personen bilden und die Scheine mit relativ wenig bürokratischem Aufwand ausstellen. So können sie auch selber die Gebühren festsetzen.
Die alten DSV-Scheine, die immer seltener nachgefragt worden waren,  werden seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr ausgestellt. Sie gelten aber in vollem Umfang und unbefristet weiter.  Weiterhin erteilt wird dagegen der Jüngstensegelschein.                                            sok
 
 
 

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Wieder kein Erfolg bei gemeinsamer Dickschiffregatta
SCHan-Boote auf Siegerkurs

Bei der Dickschiffregatta am 24. Mai hat das Ehepaar Herrig vom SCHan mit seinem P-Boot erneut den Siegerpokal gewonnen. Auch auf die Plätze 2 und 3 kamen nach berechneter Zeit Crews vom Nachbarverein. Beste Mannschaft vom Veranstalter waren Ina und Dieter Sokoll mit der M 22, die damit auch den Biga-Pokal gewannen.
Bei gutem Wetter und wenig Wind gab es einige Zwischenfälle auf der Regattabahn: Das Ehepaar Frucht hatte gerade gewassert und eifrig noch alles klar
gemacht. Mit sechs Minuten Verspätung gingen sie noch über die Startlinie. Dank einer Zeitgutschrift, die Wettfahrtleiter Hans Wetzig ihnen gewährte, erreichten sie noch den siebten Platz.
Dieter Nordmeyer lief mit seiner Sprinta vor dem HYC auf Grund, konnte aber mit kräftigem Stakeneinsatz freikommen.
Familie Müller mit der Hai 710 vertörnte sich in der Startlinienbegrenzungstonne. Nur durch Streichen der Segel, Ausklappen der Badeleiter und Genuss eines Bades konnten sie die Tonne wieder freiknoten und lossegeln. Es wurde auch Zeit, da Herrigs dieser (als Tonne 3 gedachten) Marke schon sehr nahe kamen.
 Das Kaffetrinken zur Siegerehrung kam gut an; alle haben fröhlich mitgeholfen.
Der SCHan hat sich ausdrücklich und mit netten Worten bedankt und eine Gegeneinladung ausgesprochen.                hw/sok

Das Ergebnis:

1. Herrig / Herrig, P-Boot (SCHan)
2. Gorges / Rohde, Neptun 22 (SC Han)
3. Veldmann / Veldmann, Hansa-Jolle (SCHan)
4. Sokoll / Sokoll, M 22 (SCStM)
5. Siemens / Kischke, P-Boot (SCHan)
6. Unrau / Unrau, P-Boot (SCStM)
7. Frucht / Frucht, Dehlya 22 (SCStM)
8. Zulauf / Zulauf, HD 20 (SCHan)
9. Scheffel / Hogrefe-Scheffel, M 22 (SCStM)
10. Brokate / Lange, Happy-Sailing (SCStM)
11. Nordmeyer / Spitta, Sprinta 70 (SCStM)
12. Pahl / Jahn, Biga 24 (SCStM)
13. Lücke / Lücke, Neptun 20 (SCStM)
14. Müller / Müller, Hai 710 (SCStM)
 
 

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Segelwochenende für Kinder und Jugendliche
 

Vom 29. bis 31. August wollen wir ein Segelwochenende auf unserem Clubgrundstück anbieten. Dabei soll es sowohl um die einfachsten Grundlagen und Techniken des Segelns gehen, als auch darum, den Spaß am Segeln zu entdecken.

Willkommen sind alle Kinder und Jugendliche aus unserem Club, egal, wie der bisherige Kenntnisstand ist. Wir haben verschiedene Bootstypen, vom Opti über Pirat bis hin zum P-Boot zur Verfügung.
Ansprüche und Programm sollen sich ganz nach den Teilnehmern richten. Auf jeden Fall werden aber Theorie und Knotenkunde und natürlich Segeln zum Programm gehören.

Schlafen wollen wir in Zelten auf unserem
Clubgrundstück. Kochen und Essen gemeinsam in der Messe oder draußen. Wir wollen spielen, lernen und zusammen Spaß haben.

Also nimm Dein Geschwisterchen oder auch Freund oder Freundin mit und melde Dich an bei Jugendwart Henning Langrehr unter Telefon (0 50 31) 95 91 82 oder per E-Mail an h.langrehr@t-online.de

Viele Grüße
Henning Langrehr

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Nach Zwangspause wieder obenauf
Detlef Munkes Saison 2002

2002 begann meine Regattasegelei verletzungsbedingt erst in der zweiten Jahreshälfte, doch keinesfalls schlechter als im Jahr zuvor. Nachdem „Piefke“ im neuen Glanz erstrahlte, hatte die segelfreie Saison bei mir mehr Probleme bereitet als erwartet. Jedenfalls habe ich von dem halben Jahr Zwangspause seglerisch profitiert; glaube ich jedenfalls.
Im Frühjahr zur Silbernen Seerose habe ich die Regattaleitung auf dem Prahm unterstützt und die Veranstaltung aus einer anderen Perspektive gesehen; dabei stellte ich fest, dass nach den Meisterschaften die Silberne Seerose eine qualitativ gut besuchte Regatta ist und im Regattakalender nicht nur in Deutschland, sondern auch in Holland große Beachtung findet. Dies wird auch durch die guten und erfolgreichen O-Jollensegler unterstützt, die in Steinhude zu Hause sind wie z.B. Uwe Kuhlmann, zum Jahresende 1. der deutschen Rangliste, der 3. Axel Forstmann usw. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie unsere Vereinsmitglieder unsere O-Jollies mit dieser Veranstaltung unterstützten, auch wenn wir das Siegertreppchen noch verfehlen.
Mit meinen Ergebnissen und den resultierenden Ranglistenpunkten platzierte ich mich in der nationalen Rangliste, in der immerhin 138 Teilnehmer aufgeführt sind, auf Platz 39. Mit diesem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Für die Zukunft sind mit dem Erlernten und der Erfahrung bei konzentriertem Segeln bestimmt noch erfolgreiche Regattaergebnisse und viel Segelspaß zu erwarten.

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Unsere neuen Mitglieder

„Seit Januar 2003 sind  wir,  Wolfgang Probst (unten) und  Joachim Schultz, offizielle Mitglieder im SCStM.
Wir, die wir Jugendfreunde sind, haben uns bereits früh für den Wassersport begeistert, so dass wir während unseres Studiums  rege Hobbysurfer wurden. Als die Anfahrt anspruchsvollerer Surfgebiete uns mit Job und Familie zu zeitintensiv wurde, entdeckten wir für uns den Segelsport.
Im Sommer 2000 machten wir gemeinsam den Sportbootführerschein Binnen auf dem Maschsee. Joachim ließ noch den Sportboot-See und BR-Schein folgen, um auch Jachten auf dem Meer segeln zu können.
Im darauf folgendem Jahr kauften wir dann einen Korsar, da das sportliche Segeln mit Trapez  unsere Leidenschaft ist. Nach einer Saison am Stegplatz des Akademischen Segelvereins in Mardorf wechselten wir 2002 auf Anregung von Wolfgangs Bruder Peter Probst hierher zum SCStM.
Der unkomplizierte Umgang, das Gelände und die angenehme Atmosphäre hier sagten uns gleich zu, und so freuen wir uns über die freundliche Aufnahme.
Wir beide leben in Hannover.  Joachim Schultz ist dort als Architekt tätig,  Wolfgang Probst lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern zusammen und arbeitet in Hildesheim als Berufsschullehrer mit lernbehinderten Jugendlichen.“

Wilhelm Unrau, Jahrgang 1937, und seine Frau Erika aus Hagenburg sind mit der Auflösung unseres Nachbarvereins Vereinigung Steinhuder Wandersegler (VStW) zu uns gekommen. Sie waren dort seit 1976 als Mitglieder.
Unraus segeln ein Kunststoff-P-Boot (Neptun 21).
Wilhelm Unrau ist Diplom-Agraringenieur im Ruhestand.

„Ich möchte mich Ihnen und euch kurz vorstellen. Ich heiße Jörg Kebe-Klappheck und bin 41 Jahre alt. Gemeinsam mit meiner Ehefrau Ulrike und meinem beiden Töchtern Frauke und Nele wohnen wir in Extertal (Kreis Lippe), etwa 50 Minuten vom Steinhuder Meer entfernt.
Ich bin von Beruf Diplom-Heilpädagoge und arbeite als Erziehungsleiter im Westfälischen Kinderdorf „Lipperland”, eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit etwa 170 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Meine Segelkarriere begann ich auf einem Piraten in einem Verein am Schieder See, einem kleinen Stausee im Südosten Lippes.
Ich habe die gängigsten Segelscheine und vor vielen Jahren die Fachübungsleiterausbildung Segeln gemeinsam mit vielen andern niedersächsischen Jugendleitern absolviert.
Im letzen Jahr habe ich mir eine neue O-Jolle (GER 1418) gekauft und möchte gerne zukünftig, wenn mein Beruf es erlaubt, mehr ins Regattasegeln einsteigen.
Bisher habe ich im Verein viele nette Menschen kennen gelernt und wünsche weiterhin eine gute Clubkameradschaft“

Als neue Mitglieder stellt sich die Familie Reinhard, Sylvia, Katharina und Carolin Müller vor:
„Während ich als ,Sales Consultant’ im Vertrieb komplexe IT-Projekte verkaufe und manage, ist meine Frau als Hausfrau tätig und betreibt eine Firma für Bürodienstleistungen. Zu unserer Familie gehören noch unsere Töchter Katharina (13 Jahre) und Carolin (12 Jahre).
Wir wohnen etwa 20 Kilometer westlich vom Steinhuder Meer in Horst, das liegt zwischen Neustadt und Garbsen. Dort kümmern wir uns um Haus, Garten und einige Haustiere (Kater, Kaninchen, Meerschweinchen, Fische und ein Pferd) und sind kirchlich sowie sozial engagiert.
Während meine Frau als Jugendliche das Segeln in den siebziger Jahren auf einer Berliner Jolle von 1936 entdeckte, fand ich einige Jahre später auf einem alten Tee-Clipper, dem 42 Meter Drei-Mast-Gaffel-Schoner Amphitrite, ebenfalls zum Segeln.
Im Sommer 1983 lernte ich meine  Frau beim Surfen in einer Flaute auf dem Steinhuder Meer kennen. 1996 haben wir die Berliner Jolle Esox (lat. der Hecht) wieder reaktiviert und mit unseren kleinen Kindern das Segeln auf dem Steinhuder Meer begonnen. Nach zwei Jahren wurde uns dieses Boot zu klein, und wir fanden nach einigem Suchen Stromer, einen R-Jollen-Kreuzer (Reinhard-Kreuzer) oder auch 20er, Eiche massiv, 1956 in Schwerin gebaut.
Noch 1998 erkundeten wir mit Stromer die Inseln Rügen, Hiddensee und die Boddengewässer von Barth, Zingst, Prerow, Born, Wustrow etc. 1999 machte sich Stromer für vier Wochen auf zum Balaton. Wir genossen dort Ungarn, den Balaton und seine Häfen.
Da ein fast fünfzig Jahre altes schweres Holz-Segelboot (1500 Kilo) keine weiten Reisen mag, haben wir die letzten Jahre auf dem Steinhuder Meer verbracht (Neue Moorhütte, Linnekuhls Steg). Im Jahr 2002 suchten wir einen netten Verein in Steinhude, und Günther Heyer machte uns auf den SCStM aufmerksam.
Nachdem wir im letzten Jahr den Verein kennen und lieben gelernt haben (vom Stegaufbau, viele nette Begegnungen, bis zum windigen Stegabbau), freuen wir uns, dass wir in der diesjährigen Jahreshauptversammlung als Mitglieder aufgenommen worden sind.
Wir fühlen uns als ganze Familie hier sehr wohl und wollen unsere ersten Regatta-Erfahrungen vom letzten Jahr (Oldimer-Holzboote und unsere Vereinsregatta) dieses Jahr wiederholen und mehr Vereinsmitglieder kennen lernen.“
 
 

Michael Müller, geboren am 12. Februar 1957 in Celle, ist technischer Angestellter: „Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass ich am Steinhuder Meer wohnen würde mit Boot vor der Tür, hätte ich ihm wahrscheinlich nicht geglaubt....!
Doch über Umwege hat es mich hierher verschlagen. Es fing alles mit einer spontanen Idee unter Kollegen an, zusammen einen Motorbootführerschein zu machen. Daraus wurde schließlich dann der BR-Schein, verbunden mit einem tollen Schulungstörn unter Männern auf der Ostsee gen Bornholm. Vielleicht würde ich mich hier heute nicht als Neumitglied vorstellen, wenn dieser „Urlaub“ nicht so ein Riesenerlebnis gewesen wäre. Denn danach musste ein Segelboot (Hai 710) her und ein Liegeplatz am Steinhuder Meer (in Mardorf). Die Segelerfahrungen wurden in Kroatien, auf und um Elba sowie auf der Ostsee vertieft.
Da die Liebe zum Segeln und zum Meer vor der Haustür immer größer wurde, haben meine Frau und ich uns entschlossen, ganz hierher zu ziehen. Mehr oder weniger aus Zufall fanden wir hier im Fischerweg unser neues Zuhause. Daher war es für uns sehr naheliegend, hier Mitglied zu werden. Schön, daß wir auch noch eine bekannte Ansprechperson hatten...
Die Clubanlage gefiel uns auf Anhieb. Das Clubleben haben wir dann in unserem Probejahr kennengelernt und gehören nun auch offiziell dazu. Jetzt trotzen wir auf der Südseite den Stürmen, genießen die Sonne und hoffen, daß wir immer eine handbreit Wasser (und keine Wasserpflanzen) unter dem Kiel haben!!!“
 

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9. August Sommerfest

22.-24. August Festliches Wochenende

27. September Absegeln

25./26. Oktober Stegabbau

16. November Grünkohlessen

7. Dezember Nikolausfeier
 

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